FUSSBALL


Fußball fasziniert viele Menschen. Faszinierend für uns als Berater von Führungskräften und Teams ist darüber hinaus, dass die in den letzten Jahren fortgeschrittene Professionalisierung des Profifußballs im Wesentlichen das spiegelt, was wir auch in den Organisationen erleben.

Die Top-Teams machen es vor: Diese verlassen sich nicht mehr auf den einen Leader, dem alle andern nur zuarbeiten. Statt dessen haben sie auf und neben dem Platz viele selbstbewusste Persönlichkeiten, die wissen, was sie können, und die es vermögen, mit- und füreinander so zu spielen, dass sie im höchsten Maße gut abgestimmt flexibel agieren können. Arbeitsteilung bedeutet schon lange nicht mehr, dass die Stürmer nichts mit der Defensive zu tun haben und die Verteidiger nichts mit dem Spiel nach vorne. Diese hohen technischen und taktischen Anforderungen, lassen sich nur noch umsetzen, wenn die Spieler ein Gefühl dafür haben, wann und wie sie für das Team Verantwortung übernehmen.

Diese Entwicklung hat auch neue Trainertypen hervorgebracht. Wir sehen zukünftig vor allem jene Trainerteams im Wettbewerb vorne, die es schaffen, die in jedem Kader unvermeidlichen gruppendynamischen Prozesse bewusst zu thematisieren. Entweder werden diese Prozesse für den Erfolg genutzt oder sie sind wie ein Klotz am Bein, der alle anderen Bemühungen zunichte macht.

„Das Wichtigste von allem aber ist die Beziehung und die Empathie, nicht nur mit den Einzelpersonen, sondern mit dem Team. Und um diese Empathie im Team herzustellen, müssen alle etwas aufgeben. Es geht nicht darum, die perfekte Beziehung zwischen dir und mir, sondern die perfekte Beziehung zur Gruppe aufzubauen, denn die Gruppe gewinnt etwas; es ist nicht die Einzelperson, die etwas gewinnt.“ José Mourinho